
Kunst im Arthotel Blaue Gans

Was Sie hier finden, ist nie zufällig
Wenn Sie durch das Haus gehen, begegnen Sie keiner Sammlung, die nach Marktwert oder aktuellen Trends zusammengestellt wurde. Sie begegnen echten Begegnungen, in Form von Kunst. Jedes Werk wurde von Eigentümer Andreas Gfrerer persönlich ausgewählt, oft nach Gesprächen mit Künstlerinnen und Künstlern, die selbst im Haus zu Gast waren, manche für eine Nacht, manche für Wochen. Was Sie sehen, ist also nie zufällig, sondern das Ergebnis einer echten Verbindung zwischen einem Menschen und einem Ort, genau die Art von Geschichte, die eine neue Erzählung über einen selbst anstoßen kann.

Kunst, die etwas von Ihnen erwartet
Eine Einladung zum Nachdenken über sich selbst verlangt Werke, die nicht einfach nur gefallen wollen. Manche stellen eine Frage, andere fordern eine Reaktion, wieder andere bleiben bewusst unbequem. Sie können gefallen. Sie können irritieren. Sie dürfen Fragen aufwerfen, die offenbleiben.

David Moises‘ kinetische Skulptur „Vertigo“ etwa, ein umgebauter Heizkessel, der 2011 zur Festspieleröffnung als Rakete zwanzig Meter hoch fliegen sollte, es aber bei einem kleinen Hopser und einem lauten Geräusch beließ, steht heute als Erinnerung an diese herrlich gescheiterte Ambition im Kräutergarten, direkt neben Tomaten, die sich um Höhenangst nicht scheren.

Sofia Goscinskis Arbeit „18 mental disorders“, weiß und schwarz lackierte Brettchen mit den Bezeichnungen psychischer Störungen aus dem Katalog der Weltgesundheitsorganisation, ist bewusst unbequem gehalten, und genau darin liegt ihre Kraft.

Kunst mitten im Leben
Sie müssen kein Museum betreten, um diesen Werken zu begegnen. Sie kommen Ihnen entgegen, während Sie leben: beim Frühstück, im Stiegenhaus, im ehemaligen Jazzkeller, wo Musik und Bild seit Jahrzehnten zusammengehören. Manchmal ist Kunst laut, gerade dort, wo Sie sie am wenigsten erwarten. Im Herren-WC erklingen Auszüge aus Dantes Göttlicher Komödie, im Damen-WC lesen Claudia Cardinale und Monica Vitti Gedichte von Papst Johannes Paul II. vor. Solche Momente sind mit Leichtigkeit gedacht, mit einem Augenzwinkern, nicht mit erhobenem Zeigefinger. Sie sind die andere Welt, von der die Kunstwerke selbst eine Einladung sind.

Wie tief Sie eintauchen, entscheiden Sie
Wenn Sie bei uns übernachten, erhalten Sie Zugang zur digitalen Kunstfibel in der Gästemappe. Dort sind sämtliche Werke des Hauses verzeichnet, mit Hintergrundinformationen, Werkbeschreibungen und persönlichen Gedanken dazu. Ob Sie nur flüchtig durchblättern oder sich in einzelne Geschichten vertiefen, liegt ganz bei Ihnen. Dieser Zugang bleibt unseren Gästen vorbehalten.
Auf Wunsch ermöglichen wir auch persönliche Einblicke in die Sammlung oder ein Gespräch über einzelne Werke, nicht als Pflichtprogramm, sondern als Einladung an alle, die mehr wissen wollen.











