"Und, wie geht es jetzt weiter, …?"

Der Gänsehaut-Salon zur Orientierung in unübersichtlichen Zeiten - jezt auch als PODCAST zum Nachhören!

COVID-19 ist radikal in unser Leben eingedrungen. Das Virus hat Identitäten und Selbstverständlichkeiten auf den Prüfstand gestellt und so manchen Lebensplan in wenigen Tagen über den Haufen geworfen. Nicht nur die Virologen, auch die Zukunftsforscher hatten in den letzten Wochen Hochkonjunktur. Was aber wird bleiben von den Beschreibungen einer besseren Welt „nach Corona“?  Erleben wir gerade einen Epochenbruch? Ist das Schlagwort der „Krise als Chance“ eine hohle Phrase oder die einzig richtige Einstellung für die kommende Zeit der Transformation? Wie verwandeln wir diese Erfahrung in etwas Sinnstiftendes? Diese und andere Fragen stellt Andreas Gfrerer als Gastgeber Menschen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien.

 

Die Blaue Gans ist mit ihrer 670-jährigen Geschichte eine erfahrene Zeitzeugin. Seit ihrem Gründungsjahr  1350 ist sie Ort von Reflexion und Auseinandersetzung. Unsere Vorstellung ist, dass Generationen vor uns im Gasthaus ihre nächsten Schritte planten, ihre Zukunftspläne austauschten und einander Mut zusprachen. Mit dem GÄNSEHAUT-SALON knüpfen wir an diese Tradition an. Denn die Fragen unserer Tage sind drängende und verlangen nach Antworten aus verschiedenen Richtungen.

Jeden 2. und 4. Donnerstag des Monats, um 18:30 Uhr – Blaue Gans Weinarchiv oder Restaurant Gewölbe
Eintritt frei; Optional: Weinkeller-Antipasti, Wein und Wasser: € 19,–

 

Aufgrund von Distant Seating bitte Reservierungen per Mail: restaurant@blauegans.at

gänsehaut-salons gab es bereits mit:

18. Juni - "Und, wie geht es jetzt weiter, herr Fleischhacker?"


Michael Fleischhacker ist ein österreichischer Journalist und als TV-Moderator einem breiten Publikum bekannt. Nach seiner Tätigkeit bei der Wiener Tageszeitung Der Standard kam er  zu  der Tageszeitung Die Presse, deren Chefredakteur und Geschäftsführer er bis 2012 war. 2014 stieß Fleischhacker als Fernseh-Moderator von Talk im Hangar-7 zum Team des österreichischen Privatsenders ServusTV.  In seinem Home-Office Newsletter hat Fleischhacker eine bewusst kritische Haltung zu den Maßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19 Krise eingenommen und die Reaktionen der Bevölkerung mit Argwohn aus der Distanz des Beobachters kommentiert. Im Salon-Gespräch führte  er uns in sein „Corona-Universum“, beleuchtete die durchaus heftigen Reaktionen auf seine Sendungen und erläuterte, inwieweit das Virus die politischen Handlungsoptionen für die Zukunft verändert hat.

25. Juni - "Und, wie geht es jetzt weiter, herr reiter?"


Wilfried Reiter ist Berater. Er begleitet seit vielen Jahren Führungskräfte und Veränderungsprozesse in Organisationen.  Aus vielen erfolgreichen Projekten entstand die "Werkstatt für Transformation", die er gemeinsam mit seiner Ehefrau Claudia Freund leitet. Er ist begeisterter Autor, Berater und Begleiter in Zeiten von Veränderung. Entwicklungsprozesse, wie sie derzeit vielerorts notwendig wurden, sind sein Metier. Seine Überzeugung: Menschen, die sich wertgeschätzt fühlen, kooperieren von Herzen gerne. Das Kooperative im Menschen und das Lösungspotenzial von Systemen machen Wertschöpfung möglich.


Mit Wilfried Reiter sprach Andreas Gfrerer über die Wirksamkeit von Systemen, was es zur Veränderung braucht und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Wandel gelingen kann.

02. juli - "Und, wie geht es jetzt weiter, herr haslauer?"


Der Jurist und Rechtsanwalt Wilfried Haslauer ist seit 2004 in der Salzburger Landespolitik, anfangs als Landeshauptmann-Stellvertreter, seit 2013 ist er Landeshauptmann von Salzburg. Seine Ressorts sind u.a. Wirtschaft und Tourismus, die eine enge Verschränkung mit dem Kulturbereich haben. Salzburg ist eine touristische Weltmarke, die im Wesentlichen auf den Säulen „Mozart“, „Salzburger Festspiele“ und „Weltkulturerbe“ aufbaut, ergänzt durch landschaftliche Schönheit und alpine Erholungsmöglichkeiten. Reisemobilität und Großveranstaltungen gehören nun aber zu den Sorgenkindern der Virologen, ein Umstand, der Salzburg als internationales Reiseziel und als Standort für Kultur und Kongresswesen besonders hart trifft. Die Folgen werden gesamtwirtschaftlich spürbar sein. Andreas Gfrerer sprach mit Wilfried Haslauer über sein persönliches Erleben der Krise, über seine Vorstellung von der Zukunft des Landes und über die Gestaltungsmöglichkeiten von Politik.

26. Juni: - "und, wie geht es jetzt weiter, frau freund?"

Claudia Freund ist Beraterin und Coach. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Wilfried Reiter betreibt sie die Werkstatt für Transformation in Bad Vöslau. Ihr mutiger Weg machte sie zu einer Expertin für unternehmerischen und persönlichen Wandel.

 

Andreas Gfrerer ist zu ihr gefahren mit der Absicht, sich als Klient zur Verfügung zu stellen und mit der Bitte, mit ihm ein ergänzendes Beratungsgespräch zu führen, so wie sie es derzeit mit vielen Menschen macht, die sich die Frage stellen: "Wie geht es jetzt weiter?“ und dabei im Entweder - Oder landen. Neue Wege finden oder entstehen lassen, dabei will Claudia Freund Begleiterin und Unterstützerin sein, mit dem ganzen Schatz ihrer langjährigen Erfahrung.

09. Juli - "Und, wie geht es jetzt weiter, Frau heine?"


Tina Heine ist Gastronomin, Intendantin, Dozentin, Beraterin und vor allem: begnadete Netzwerkerin. Neben der Konzeption, Kuration und Produktion von Kulturformaten hält sie Vorträge und Seminare. Sie bringt Gleichgesinnte und Andersdenkende zusammen und weckt Lust daran, gemeinsam Neues zu entwickeln oder Bestehendes zu transformieren. Mit diesen Prozessen schafft sie Räume für besondere Begegnungen und sinnstiftende Impulse für ein konstruktives Miteinander. Salzburgern ist sie vertraut als künstlerische Leitung von Jazz & The City. In diesem Sommer zeichnete sie außerdem für das Festival "ZWISCHENRÄUME" verantwortlich.

Andreas Gfrerer sprach mit Tina Heine über Improvisation als Kulturtechnik, über das Denken „Out of the Box“ und was wir von den Künstlern für unser Zusammenleben lernen können.

23. Juli - "und, wie geht es jetzt weiter, herr Dell?"


Christopher Dell ist ein Berliner Städtebautheoretiker und Jazz-Vibraphonist. Er studierte Vibraphon, Schlagzeug und Komposition und war als freier Komponist und Musiker, sowie von 1992 bis 2000 als Dozent an der Darmstädter Akademie für Tonkunst tätig.  Dell leitet seit 2000 das „Institut für Improvisationstechnologie“ in Berlin. Von 2008 bis 2010 und von 2015 bis 2018 hatte er eine Vertretungsprofessur für Städtebautheorie am Lehrstuhl „Urban Design“ an der HafenCity Universität Hamburg inne. Seit 2017 lehrt Dell Städtebau und Stadterneuerung an der Universität der Künste Berlin. Im Mai 2012 promovierte er an der Universität Duisburg-Essen mit der Arbeit „Die improvisierende Organisation: Management nach dem Ende der Planbarkeit“. Andreas Gfrerer hat- im Doppelpack mit Tina Heine - Christopher Dell die Frage gestellt, ob der Trend der Urbanisierung nun zu einem Stillstand kommt und wie wir uns das Zusammenleben in den Städten vorstellen oder - besser - wünschen sollten.

13. August - "und, wie geht es jetzt weiter, frau von thadden?"


Elisabeth von Thadden ist eine  deutsche Journalistin, Literaturwissenschaftlerin und Sachbuchautorin.

Sie sagt über sich selbst: "Bin über Goethe, die Ökologie und den Herbst '89 in den Journalismus gelangt, zuerst in die "Wochenpost", danach in die "Berliner Zeitung" und 1999 dann, mit zwei damals kleinen Kindern, in die ZEIT nach Hamburg. Bin hier im Feuilleton zuständig für die philosophischen Seiten Sinn & Verstand. Im DFG-Kolleg Postwachstumsgesellschaften der Universität Jena verbringe ich seit 2012 jedes Jahr einen Monat als Permanent Fellow. Zuletzt ist im Herbst 2018 mein Buch "Die berührungslose Gesellschaft" (C.H.Beck) erschienen."

 

In der Kolumne "Worüber denken Sie gerade nach?" befragt sie Philosophen und Soziologen zum aktuellen Zeitgeschehen. Tina Heine und Andreas Gfrerer haben im Rahmen des GÄNSEHAUT-Salons Elisabeth von Thadden genau diese Frage gestellt.

19. august - "und, wie geht es jetzt weiter, herr kerbler?"


Michael Kerbler zählt zu den prominentesten Rundfunkjournalisten Österreichs. Er gehörte fast 38 Jahre in unterschiedlichen Funktionen dem ORF an. Als Gastgeber prägte er  viele Jahre die Ö1-Sendereihe “Im Gespräch”, die seit mehr als zweieinhalb Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Ö1-Sendungen zählt. Kerblers Gesprächsgäste waren u.a. Václav Havel, Peter Handke, Olga Neuwirth, Günter Grass, Margarete Mitscherlich, Christoph Schlingensief, Hans Magnus Enzensberger, Maja Haderlap, Martin Walser, Stephane Hessel, Saul Friedländer oder der Dalai Lama.

Im Auftrag der Salzburger Festspiele moderierte er das „Jedermann-Symposium“ im heurigen Jubeljahr anläßlich ihres 100-jährigen Bestehens - und der ebenso langen  Aufführungstradition dieses Stückes. Andreas Gfrerer lud Michael Kerbler im Gänsehaut-Gespräch zu einem Rückblick auf diese drei Veranstaltungen ein, die sich dreier Allegorien im Jedermann gewidmet hatten, nämlich dem Geld, dem Tod und der Liebe.

27. august - "und, wie geht es jetzt weiter, herr lohmeyer?"

Peter Lohmeyer ist ein deutscher Film- und Theaterschauspieler, der einem breiten Publikum bekannt ist.  Seit acht Jahren steht er als Tod im Salzburger Jedermann auf der Bühne vor dem Dom, heuer hat er seine 100. Aufführung absolviert. In seiner Salzburg-Zeit hat er sich intensiv nicht nur mit der Stadt und ihren Menschen beschäftigt, sondern auch mit seiner Rolle am Domplatz.

Andreas Gfrerer befragte Peter Lohmeyer im Gänsehaut-Talk darüber, wie ein Schauspieler die neuen Distanzregeln und Begrüßungsrituale betrachtet und welche Aspekte der Krise ihn zum Nachdenken veranlassen.  

Blaue Gans Gastgeber Andreas Gfrerer