Hauskunst im og 01


OG01: BEI BÜRO / TIMM ULRICHS


1975 ging Timm Ulrichs – als junger Kunstprofessor aus Münster – mit Blindenbrille, weißem Stock und gelber Armbinde sowie mit dem Brustschild „Ich kann keine Kunst mehr sehen!“ über die Kölner Kunstmesse (Art Cologne). Fotografiert von Ellen Poerschke, ist das Performance-Motiv im Jahr 2002 als Künstlerplakat erschienen.


OG01: INNENHOF (AUSSEN) / DAVID MOISES


Title: Vertigo

Date: 2007

Size:80x80x200cm

mixed media (350l Boiler , 2”Wasserhähne, Pneumatikzylinder)

 

»Rocket Science« als Inbegriff von Komplexität wurde bei diesem Objekt kontrastiert durch nur wenige vage Berechnungen, die besagen, dass etwas passieren wird, wenn in einem Kessel 6bar Druckluft 100l Wasser als Rückstoss dienen. Demzufolge wurde die Rakete als Protagonist des Experiments mit Vertigo (Höhenangst) tituliert. Die Rakete wurde in der Blauen Gans 2011 gestartet.


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OG01: INNENHOF / DAVID MOISES



Cyanotypien

Insgesamt 15 verschiedene Motive

2/10 Rakete Vertigo 

3/10 Bügeleisen

3/10 Schneepflug

2/10 Pong

2/10 Projektor

4/10 Lügendetektor

3/10 Fliegender Teppich

2/10 Shannon-Hand (Ultimative Maschine)

Edition von 10


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OG01: INNENHOF (AUSSEN) / LORI HERSBERGER


"Oh mein Papa" von Lori Hersberger taucht unseren Innenhof abends in ein rosa Neonlicht. Der Text entstammt einem deutschen Schlager und ist ein augenzwickernder Hinweis auf das Kunstschaffen: '"Oh mein Papa, war eine wunderbare Clown, oh mein Papa, war eine grosse Kinstler..." So heißt es im Chanson von Paul Burkhard, Jürg Amstein und Erik Charell, der in den 50er Jahren in Deutschland populär wurde. Der Liedtext handelt von einer jungen Frau, die bewundernd über ihren Vater singt, der als ein berühmter Zirkusclown und Artist aufgetreten war.

 

Lori Hersberger, 1964 in Basel geboren, konzentrierte sich schon während des Studiums in den 1990er Jahren an der Basler Schule nicht ausschließlich auf die Gestaltung einer speziellen Gattung. Die undogmatische Wahl verschiedener Medien und Materialien wurde zum Markenzeichen seiner Arbeit. Videoinstallation, Malerei, Performance und Installation ergänzen sich mittels gegenseitiger Befruchtung zu einem künstlerischen Kosmos. Die Auseinandersetzung mit Strömungen der modernistischen Nachkriegsavantgarde ist dabei eine Konstante. Tendenzen aus den Bereichen Hard-Edge, Minimal, Land Art und Pop finden bei Hersberger ihr Echo und werden in einen zeitgenössischen Kontext verlagert.

OG01: VOR LESESTUBE / FRANZ BLAAS


 

In meist kleinformatigen Zeichnungen, oft auch farbig hinterlegt, verschmelzen bei Franz Blaas einfache Strichfiguren mit anderen figurativen Gestaltungsformen. "Meine Arbeit ist Antwort und Fragestellung, immer im Zwischenbereich erklärbarer Realität. Ein Sichtbarmachen der unterbewusst ablaufenden Sprache, die nicht mit Buchstaben mitteilbar ist, sondern nur mit Zeichen und Stimmungen."


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TREPPENHAUS OG01+OG02 GETREIDEGASSE / WILLIAM KENTRIDGE



Lulu Act 3 Sc 1, 2017 - Linolschnitt auf Papier, farbig gefasst


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INNENHOF (INNEN) WALTER VOPOVA

 

Walter Vopava (geb. 1948 in Wien) zählt zu den führenden abstrakten Künstlern Österreichs, die in den 1980er-Jahren die Malerei geprägt haben. Seit 2000 lebt und arbeitet Vopava sowohl in Wien als auch in Berlin. Von Beginn an hat sich der Künstler einer mehr stillen und existenziellen Seite der Bilder zugewandt, abseits des damals vorherrschenden figurativen Neoexpressionismus

 

Zu dieser Zeit verabschiedete sich Walter Vopava vom Gegenstand, ohne ihn jedoch zur Gänze auszublenden. Reste der anthropomorphen Struktur und Köpfe sind noch vorhanden, jedoch zugunsten von Prozessualität und der Freiheit der Malerei aufgelöst. Das Farbspektrum ist meist im Gedämpften angesiedelt, die Textur ist pastos krustig, so als würde der Künstler aus dem schlammigen Erdreich etwas entstehen lassen. Das Bild zeigt sich als Metamorphose, als offenes System der Malmittel. Der Gegenstand im Sinne der Abbildung, Illustration und Erzählung hat keine Bedeutung mehr. Der scheinbar gestische Duktus legt aber auch keine expressionistische Spur einer persönlichen Empfindung. Die tendenziell abstrakte Bildsprache ermöglicht Vopava mehr Handlungsspielraum für das Wesen des Mediums selbst. Der Maler verteilt gleichmäßig die informellen Formenkomplexe auf die Leinwand und umgeht dadurch ein hierarchisches Bildzentrum. Das Bild wird zum Feld. Dieser Feldcharakter ist auch in den folgenden Werkphasen zu erkennen. 

 

Ab den späten 1980er-Jahren werden jegliche figurativen Rudimente zugunsten der reinen Abstraktion aufgegeben. Bildvorstellungen von Prozessualität, Hell-Dunkel, Fläche-Raum, Massivität und Leere treten verstärkt in den Vordergrund. Der Pinselstrich ist nun nicht mehr an rudimentäre Formen gebunden, sondern generiert einfach Malerei. Seine Fährte ist Zeuge des Arbeitsvorgangs. Meist treten flirrend weiße Pinselstrichbahnen aus dem tiefen Dunkel des Bildgrundes. Die Bilder werden in Format und Wirkung monumentaler; so misst das weißschwarze Gemälde von 1991 aus dem MuMoK über fünf Meter in der Breite. Die horizontal verlaufenden Pinselspuren intensivieren zusätzlich die Ausdehnung des Bildes. Man fühlt sich ein wenig an die Zeit des abstrakten Expressionismus erinnert, an die Hochblüte der ungegenständlichen Malerei im großen Stil. Pulsierende Farbräume, heftige Pinselstriche von Rothko, de Kooning, Kline, Motherwell, Louis. Vopava sieht sich jener Auffassung von Abstraktion am nächsten. 2008 war ein großes Werk im Rahmen der Abstraktions-Ausstellung „Monet-Kandinsky-Rothko und die Folgen“ im Bank Austria Kunstforum vertreten und hing in einem Raum mit Arbeiten von Mark Rothko und Morris Louis sowie Maria Lassnig und Erwin Bohatsch. 

 

Walter Vopava arbeitet seit Mitte der 1990er-Jahre mit mächtigen, schweren schwarzen Formen, die die Bildsituation bestimmen. Der prozessuale Pinselduktus in Bahnen verschwindet zugunsten einer harmonisch pulsierenden Farbfeldmalerei. Zum einen sprengen die massiven schwebenden Formen die Bildgrenzen, zum anderen stehen sie auf der Bildfläche in wohl komponierter Relation zueinander. Die abstrakten Formen überschneiden sich oder verhalten sich gestaffelt und geschichtet in rhythmischer Spannung zueinander. Die Massivität und das Dunkel von Schwarz relativiert der Künstler durch einen offenen Farbauftrag im moderaten Gestus, der dem Bild Atmosphäre und Tiefe verleiht. Während die Konturen der gemalten Formen in den 1990er-Jahren noch wolkig, offen waren, tritt seit ein paar Jahren eine bestimmte Strenge ein – es entstehen kantige Übergänge zwischen Hell und Dunkel, Form und Grund. Dieser konstruktiven Ebene arbeitet Vopava mit einem sensiblen Duktus entgegen, der sich in schillernden Flächensegmenten definiert. Balkenstrukturen schweben im Raum, manchmal driften sie ab, sind lediglich an den äußersten Grenzen des Bildes sichtbar. Eine deutliche Aufhellung tritt hierbei ein, das Dunkle weicht dem Hellen. Die Lichtkonstante wird manchmal dermaßen gesteigert, dass ein gleißendes Weiß in den Vordergrund drängt.

 

Atmosphäre kommt besonders in den rauchigen Farbtönen in Lila, Schwefelgelb und Grün auf, die seine aktuellen Bilder prägen. Diese konstruktive Strenge der Formen leitet der Künstler auch von den atmosphärischen Begebenheiten in Berlin ab, wo Vopava seit 2000 auch regelmäßig lebt und arbeitet. „Jeder Boden bringt natürlich eine gewisse Atmosphäre mit sich. Das Deutsche steht generell für Klarheit und Präzision, also weniger emotional und mehr rational. Das sieht man ja auch in der Sprache. Jedoch ist beides wichtig: Rationalität, genauer, konzentrierter zu sein in der Vorgangsweise, aber auch die emotionale Intuition einfließen zu lassen. Letztlich ist der neue Standort eine Art Klausur, ein Ort der Konzentration, auf das Malen selbst.“ Somit hat sich der Maler etwas von einer romantischen Bildidee gelöst, die bis dahin vorherrschend war. Romantisch,nicht im Sinne der romantischen Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert, sondern mehr als Empfindung, als Sentiment, als mächtige Erbauung, ausgelöst durch die kolossalen Nebelformen im weiten Raum. Es ist eine abstrakte Romantik, die für sich selbst steht. Rothkos pulsierende Farbfelder lösen ebensolche Emotionen aus. Die sachlich geometrisierende Note und das Formale treten in den Vordergrund; aber dennoch bleibt es organisch atmosphärisch auf großer Distanz zu rein geometrischen Kompositionen. Man denke etwa an Franz Klines oder Pierre Soulages Balken-Bilder, die trotz der tektonischen Struktur diesen emotional intuitiven Charakter ausstrahlen. Die Handschrift bleibt als Spur auf der Leinwand.

 

Romantik ist also nicht Thema, motivbezogener Parameter, sondern Ausdruck eines konkreten malerischen Handelns. Dazu der Künstler: „Es gibt eine romantische Erscheinung in meinen Bildern, die jedoch nicht mein primäres Anliegen ist. Dort, wo die Malerei interessant ist, ist sie nicht deshalb interessant, weil etwa Turner die Idee des Atmosphärischen hatte, sondern weil er über das Atmosphärische hinaus zu einer hochqualitativen malerischen Lösung gekommen ist. Letztendlich ist alles nur ein Hilfsmittel, um zu Lösungen zu kommen.“ Also per se keine Naturromantik sondern eine Romantik aus einem abstrakten Beweggrund. Schlussendlich geht es Vopava primär um eine Konstruktion des piktorialen Raumes, vor allem in den konstruktiveren Bildern ab 2000. Zugleich aber steuert der Maler einer allzu homogenen Dreidimensionalität entgegen, um das Bild an seine faktische zweidimensionale Natur zu binden. In diesem oszillierenden Wechselspiel sind die Werke zu verstehen. 

 

Vopavas Abstraktionsbegriff ist ausschließlich, jeglicher Gegenstandsbezug würde den Fokus auf die reine Malerei verfälschen. Natürlich ist man geneigt, Landschaftsräume und atmosphärische Zustände von Natur zu assoziieren, in der Tradition der romantischen Gemälde von William Turner. Vopavas Absicht entspricht diesem „Naturbild“ nicht, die Malerei ist selbst ihre eigene Natur.

 

Dieser Artikel ist im Magazin "Parnass 04/2011" erschienen.

www.parnass.at

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OG01: ZWISCHEN 101+102 / ISA SCHMIDLEHNER



Isa Schmidlehner wurde 1971 in Wien geboren und studierte Malerei und Graphik an der Akademie der bildenden Künste Wien

bei Sue Williams.


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OG01: BEI BÜRO / KONRAD ADAM



Das charakteristische im Werk des Künstlers konkretisiert sich um 1990, die künstlerische Auffassung zeigt beinahe paradigmatisch die Tendenzen der Malerei in den 90er Jahren auf.


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TREPPENHAUS OG01+OG02 GETREIDEGASSE / FRANZ GRAF



Franz Graf hat bei Oswald Oberhuber studiert und ist der neokonzeptuellen Generation Zobernigs, Koglers oder auch Kowanz' (mit der er von 1979 bis 1984 eine künstlerische Symbiose einging) zugehörig.


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OG01: LESESTUBE / JULIUS DEUTSCHBAUER



Skulptur "Der Bibliothekar"


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OG01: LESESTUBE / ALOIS MOSBACHER



Alois Mosbachers figurative Malerei beschäftigt sich in den 1980er Jahren hauptsächlich mit Darstellungen von Pflanzen und Tieren.


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TREPPENHAUS OG01+OG02 KARAJANPLATZ / GUNTER DAMISCH



Ohne Titel, 1982


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OG01: BEI LIFT GETREIDEGASSE / BRUNO HOFFMANN


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OG01: BEI LIFT KARAJAN / WERNER SCHNELLE



LIGHT WORKS. GELATINE SILVER PRINT.

Werner Schnelle interessiert sich für das Wesen der Gegenstände und für fotoimmanente Fragestellungen, die das Medium der Fotografie selbst thematisieren.


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OG01: BEI LIFT KARAJAN / WERNER SCHNELLE



Seit den frühen 80er Jahren arbeitet der österreichische Fotograf Werner Schnelle an einem Werk, das man als abstrakte und (kontradiktorisch) auch konkrete Fotografie bezeichnet.


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OG01: GEGENÜBER 102 / BRUNO HOFFMANN


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TREPPENHAUS OG01 GETREIDEGASSE / SIGFRIED ANZINGER



MYTHEN, CHRISTLICHE ERZÄLUNGEN, COMICHAFT.

Anzinger ist ein Vertreter der in den frühen 80er Jahren aufgekommenen "Wilden Malerei".


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OG01: 101 / JONATHAN MEESE


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OG01: 102 / BRUNO HOFFMANN


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URBAN HIDEAWAY IM HERZEN VON SALZBURG.

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