HAUSKUNST | KÜNSTLER


UG: WEINARCHIV / HAUENSCHILD-RITTER



Spannend erscheint an den Arbeiten von Peter Hauenschild und Georg Ritter, dass ihre Zeichnungen auch tatsächlich als Zeichnungen zu sehen sind - im Sinne von individuellen künstlerischen Werkformulierungen auf Papier - mit dem besonderen Zusatz, dass sie seit knapp 20 Jahren in einem gemeinsamen und ausgesprochen intensiven Arbeitsprozess entstehen.


"Die Arbeit zeigt den Blick in das Gewölbe des Innviertler Bauernhofs von Hauenschilds Großmutter. Eine schöne Parallele zu unserem Kellergewölbe, das in den 70er , 80er und 90er Jahren einen bekannten Jazzkeller beherbergte. Wir haben das Bild leihweise aufgehängt, und bei einem der Jazzkonzerte, die wir in Wiederbelebung der musikalischen Tradition des Ortes veranstalten, hat es mich zum Nachdenken angeregt. Wie wunderbar das Leben doch ist, unverdient, nicht bestellt, geschenkt, genommen, gleichermaßen ungerecht in Mangel und Fülle. Höhlengleichnis, Platon im Schweinestall. Enge oder Geborgenheit, Ordnung oder Chaos?

Leben und Lebensmittel, oder Gestank, Kot und Blut? So oder so ist das Leben eine riesige Viecherei, eine gran Cerdada! Und über allem eine Ästehtik, die sich nicht im Konkreten erschließt, eine ewiggültige Aussage, die im Bild liegt - genau wie in der Musik von Renaud Garcia Fons, die mich weggetragen hat an diesem Abend.

Da wußte ich, dass das Bild seinen Platz gefunden hat."
AG

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