EG: SCHANIGARTEN AUSSENGELÄNDE / ARMIN GÖHRINGER



Nachdem er anfänglich einige Arbeiten in Bronze angefertigt hatte, entdeckte Göhringer Holz als das geeignetere Material für seine Zwecke. Der Rohstoff ist in seiner Heimat im Schwarzwald leicht zugänglich und erlaubt ein schnelles und impulsives Arbeiten.


Mit der Kettensäge schneidet der Künstler rudimentäre Formen aus dem Holz. Anfänglich waren seine Werke deutlich figurativer, doch mit der Zeit lernte Göhringer seine Belange in immer einfacheren Formen auszudrücken und reduzierte sie auf ihr begriffliches Minimum.
Wie sehr der Künstler es versteht, mit den natürlichen Eigenschaften seiner Werkzeuge und Materialien umzugehen und diese in den kreativen Schaffensprozess einfließen zu lassen, verdeutlicht auch die gezielte Nutzung der Druckkräfte im Holz, durch die Göhringer bei den lastenden Komponenten seiner Werke eine höhere Stabilität erreichen kann.

Meistens bemalt der Künstler seine Werke zum Ende mit schwarzer Farbe. Dann erinnern die dunklen Figuren an Schatten, die sich im Raumentfalten und in ihrer Allansichtigkeit ungreifbar und diffus wirken. Wie dreidimensionale Scherenschnitte stellen Göhringers Werke den Abgesang des Lichtes dar. Sie sind die bildhaften Repräsentanten großer Ideen, die auf ihre Kernaussage reduziert sind. In rudimentärer Sprache erzählen sie von der Dualität von Geistigkeit und Körperhaftigkeit und vom sich wandelnden menschlichen Leben.

Nikolett Jäger

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