EG: EINGANG KARAJANPLATZ / DAVID MOISES



Ein Impuls, der nichts als seine eingene Auslöschung bewirkt, ist das nicht sehr fatalistisch gedacht? Keine Evolution, keine Weiterentwicklung, keine Erlösung? Nur stures Verharren im Jetzt und Hier?



Shannon's Hand verstört uns in mehrfacher Weise. Sie zeigt mit dem Fingern aus  unserem Unbewußten heraus. Heimliches soll verborgen bleiben und doch ist unser Bedürfnis nach Kommunikation auch von dem tiefen Wunsch getragen, umfassend erkannt, wahrgenommen und verstanden werden zu wollen.

Dieser Wunsch wird uns von Shannon's Hand verweigert. Claude Elwood Shannon war ein amerikanischer Mathematiker und Elektrotechniker und gilt als Begründer der Informationstheorie. Shannon war vielseitig interessiert und kreativ; laut einer Anekdote sah man ihn bei Bell in der Nacht jonglierend auf einem Einrad in den Gängen herumfahren. Randprodukte seiner beruflichen Tätigkeit sind unter anderem eine Jongliermaschine, raketengetriebene Frisbees, motorisierte Pogostöcke, eine Maschine zum Gedankenlesen, die mechanische Maus Theseus, die sich in Labyrinthen orientieren konnte, und schon in den 1960ern ein früher Schachcomputer.

Shannon baute auch die „ultimate machine“, ein Kästchen mit einem Schalter, den eine mechanische Hand wieder auf „aus“ stellte, nachdem man ihn eingeschaltet hatte. Nach ihm wurde die Einheit des Informationsgehaltes einer Nachricht, das Shannon, benannt.

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